3. Advent am Bornholmer Strand …

Bornholm, 3. Advent 2017 Vorgestern war ich noch auf dem Weihnachtsmarkt in Deutschland, mit vielen Menschen, Glühwein, „Jingle Bells“ aus den Lautsprechern und jeder Menge Einkaufstüten, die an mir vorbeieilten … Heute empfängt mich der Morgen des 3. Advent mit … Weiterlesen

Pulverschnee über Snogebæk

Bornholm, 17.01.2017 Heute war ein wunderschöner Morgen :-)). Ein feiner Pulverschnee war in der Nacht gefallen und der Morgenspaziergang wurde dadurch irgendwie „magisch“. Wieder mal ein Tag, an dem ich diesen Ort so wunderbar tief fühlen und genießen kann. Hier … Weiterlesen

Bornholm nach der Sturmflut…. Strände mit neuen Gesichtern

Bornholm, 7.1.2017  Dänemark hat eine Sturmflut erlebt, die in diesem Ausmaß statistisch gesehen nur alle hundert Jahre vorkommt. Alle saßen hier im Lande am Donnerstagabend gespannt vor dem Fernseher, denn eine Sondersendung berichtete über Stunden live von den Küsten des … Weiterlesen

Steffi goes Nord-Norwegen Part 1: Polarlichter mit Suchtfaktor

Bornholm, 11.11.2016 Ich habe mich wieder verliebt. Und wieder in eine Insel :-). Sie heißt Vengsøya und liegt eine gute Stunde Auto- bzw. Fährfahrt von Tromsø in Nord-Norwegen entfernt. Ich war Anfang November hierher gekommen, um Wale zu beobachten. Genauer … Weiterlesen

Folge deinem Herzen: Ein Insel-Tag ganz nach meinem Geschmack…

Gestern war es wieder mal so ein Tag, wie er im Buche steht. Sonne, winterklares Licht und die Vögel zwitscherten herausfordernd. Also erledigte ich am Vormittag alles im Büro und packte dann meine Sachen. Wo es hin ging, wußte ich … Weiterlesen

Wie Meditation und Medizin zugleich: Ein Leuchtturm-Spaziergang in Dueodde

Heute war es herrlich mild und irgendwie lag plötzlich ein bisschen Frühling in der Luft. Bei diesem Licht zieht es mich immer magisch nach Dueodde – zu „meinem“ Steg. Und diesem „Troll“-Kieferwald, in dem die Sonne so wunderschön spielen kann… … Weiterlesen

Video „Wintersturm-Hygge mit Panoramablick“

Das letzte Wochenende bei Sturm und Regen in einem Haus mit einem fantastischen Panoramablick hat noch Tage danach nachgewirkt. Ich bin immer noch auf der Suche nach der Antwort, warum? War es das Wetter, das besondere Wintermeer? Das Haus? Irgendwie … Weiterlesen

Wintersturm-Hygge mit Panoramablick

Hurra, ich fahre wieder in den Mini-Urlaub auf meine Insel! Ich habe mir bewußt diesen Termin Ende Januar gewählt, denn ich werde immer wieder gefragt, ob und wo man denn gut im Winter Häuser mieten kann. Einige Ferienhäuser werden von … Weiterlesen

Winter-Hammertrail: Eisiger Lauf für die Harten

Samstag-Morgen, die Sonne scheint, die Luft ist herrlich klar….Viel zu gutes Wetter, um – wie eigentlich geplant – Hausputz zu machen. Gut, dass mir beim Duschen einfällt, dass heute ja der Salomon Hammer-Trail stattfindet. Die Winterausgabe! Denn diesen Extrem-Lauf durch … Weiterlesen

Wintersonnenwende… jetzt werden die Tage wieder länger und das Licht kommt zurück :-) Tschüss bis zum nächsten Jahr ❤️

Gestern,  am 21. Dezember, haben wir die Wintersonnenwende auf Bornholm gefeiert. Eine schöne Tradition, dem kürzesten Tag und gleichsam der Wiederkehr des Lichts zu gedenken. In Snogebaek wird dieser Tag schon seit Jahren mit einem schönen Ritual zelebriert. Das Dorf … Weiterlesen

Gar nicht langweilig: Meine Adventswoche auf Bornholm :-)

Viele Touristen fragen mich im Sommer, wie es wohl hier so im Winter sei? Die meisten gruselt die Vorstellung, bei Kälte, Wind und womöglich Schnee auf der Insel zu sein. Ja, es ist MENSCHENLEER!!! Und das ist wunderbar – finde … Weiterlesen

Eine Bornholmer Weihnachtsgeschichte anno 2010: Bornholm versinkt im Schnee

In diesen Tagen kurz vor Weihnachten denke ich an das Weihnachtsfest vor vier Jahren zurück. Und ich glaube, dass sich ALLE Bornholmer daran noch genau erinnern. Ich habe mal einen Artikel herausgesucht, den ich damals geschrieben habe und der durch die Presse ging…. Eine schöne Bornholmer
Weihnachtsgeschichte
, die viel über die Menschen hier erzählt und mit der ich mich jetzt in den Weihnachtsurlaub abmelde :-)) Ich wünsche Euch allen ein wunderschönes Weihnachtsfest im Kreise Euer Lieben und ein tolles, kraftvolles, und erfülltes Jahr 2015. Ich freue mich, im nächsten Jahr viele Bornholmer Geschichten und Erlebnisse mit Euch teilen zu dürfen!
Alles Liebe Eure Steffi

_MG_3224

Katastrophenhilfe auf Bornholmer Art 
„Die kleine, alte Frau lächelt freundlich und geht mit ihrem Stock die vereisten drei Stufen zum Eingang des kleinen Ladens für Garn- und Strickwaren hoch, um den anderen Passanten Platz zu machen. Die Gehsteige sind spärlich vom Schnee geräumt, die Menschen, die zu Fuß zum Einkaufen gehen, teilen sich geduldig die Wege und Gassen, die frei geschaufelt sind. Alle sind freundlich, lächeln, die wenigen Autofahrer, die an der verschneiten Kreuzung stehen, warten geduldig und immer mit einem Lächeln im Gesicht, bis sie an der Reihe sind. Jeder macht jedem Mut, denn das braucht man in dieser Zeit auf der dänischen Insel Bornholm.
_MG_3203Schneerekord auf der Insel
Ein besonderes Weihnachten 2010 war das. Ein Weihnachten, das Bornholm in aller Welt bekannt gemacht hat. Fast 100 Millionen Tonnen Schnee lasten derzeit auf der Klippeninsel in der Ostsee im Dreieck zwischen Rügen, Südschweden und Polen. Damit hält Bornholm den Schneerekord in Skandinavien. Die für das milde, ja geradezu mediterrane Klima bekannte Ostseeinsel, wird bedeckt von einer Schneeschicht von durchschnittlich 1,40 Höhe und Schneeverwehungen von örtlich bis zu 6 Metern. Das hat dazu geführt, dass am Tag nach Weihnachten Katastrophenalarm ausgelöst wurde. Die örtliche Polizei und die Schneeräumdienste wurden nicht mehr Herr der Situation. Obwohl die Lage eigentlich abzusehen war, denn seit dem 26. November hat es immer wieder geschneit. Und vor Weihnachten wurden fatale Schneestürme von 14 Metern pro Sekunde gemeldet, sie die gesamten Weihnachtsfeiertage über die Insel fegen sollten. Aber es war ja Weihnachten. Und in dieser so stillen und gesegneten Zeit glauben die Menschen an Wunder, an den Weihnachtsmann und alles im Land strebt danach, zu den Lieben nach Hause zu kommen, um um den „juletræ“ zu tanzen und das traditionelle „flæskesteg und risalamande“ (eine Art Schweinebraten mit dicker Kruste und zum Nachtisch ein mit Mandeln und Sahne veredelter Milchreis) im Kreise der Familie zu verspeisen. Und so bestiegen die Weihnachtshungrigen trotz aller Wetterwarnungen die Fähre, die von dem südschwedischen Ystad nach Bornholm fährt, sie buchten Flüge und ergatterten sich die letzten Plätze in den überfüllten Zügen. Der Wille, das Weihnachtsfest bei der Familie zu verbringen, sollte Berge versetzen. Doch die Bornholmer und deren Familien wurden eines besseren belehrt, nämlich dass die Natur nicht zu bezwingen ist.

Billede 034

Ein Weihnachtsfest, das in Erinnerung bleibt
Am Tag vor Heiligabend kamen die Menschen von überall her noch in der Hafen- und Hauptstadt Rønne an, doch sie kamen nicht mehr weiter. Rund 1500 Menschen landeten mit Schiff und Flugzeug in der 15.000 Einwohner großen Stadt. Wer Verwandte in der Stadt hatte, blieb dort, die anderen wurden in der Kaserne, in Sporthallen und auf der Fähre „Poul Anker“ untergebracht. Und so wurde es für mehrere Hundert Menschen ein ganz besonderes „julefest“. Dank dem großen Engagement der einheimischern Geschäftsleute und unzähligen privaten Mithelfern, fehlte es für die „Gestrandeten“ an nichts: mit Weihnachtsbraten, Weihnachtsbaum und Weihnachtsmann mit Geschenken für die vielen Kinder konnten die Inselgäste ein Fest feiern, das ihnen lange in Erinnerung bleiben wird.

3438813-bt

3438801-bt

3438814-bt

Notstand in den Schneemassen
Und viele Familien auf der Ostseeinsel feierten das Fest alleine oder nur mit einem Teil der Angehörigen, denn die Bornholmer konnten einfach nicht zueinander kommen. Und wenn dann nur zu Fuß. Und auch der Fußweg wurde unter strengster Warnung per Radioansage am Heiligenabend untersagt. Der Schneesturm fegte unerbitterlich bis zum 2. Weihnachtsfeiertag über der Insel. Wenn nicht mit dem Auto und nicht zu Fuß, dann blieb nur noch zu Wasser. So machte ein Fischer am 1. Weihnachtstag seine „Trine-Louise“ klar, um seine Familie auf dem Seewege vom Rønne Hafen nach Nexø heimzuholen – und er nahm so viele andere Passagiere mit, wie das Schiff tragen konnte. Doch in der Mitte und im Norden der Insel spitzte sich die Lage immer mehr zu. Mehrere hundert Menschen wurden in den Schneemassen auf dem Lande eingeschlossen. Festgehalten auf ihren Höfen, isoliert von der Außenwelt und mit langsam ausgehenden Notrationen an Essen, Feuerholz, Öl oder Futter für die Tiere. Sobald sich am Montag nach Weihnachten der Schneesturm  und das Weihnachtsfest zugetragen hatten, rief die Bornholmer Bürgermeisterin Winni Grosbøll den Notzustand aus und bat um Katastrophenhilfe vom Festland.

3438816-bt

Mit „hygge“ der Situation trotzen
Zu spät sagen die Kritiker, die unken, dass die Bürgermeisterin sich in aller Seelen Ruhe über die Weihnachtstage in ihre private „Familienhygge“ zurückgezogen hat und sich erst wieder danach „im Dienste“ fühlte. Doch die „hygge“ ist wohl das, was den Bornholmer derzeit die Notsituation so gut ertragen lässt. Man „hyggt“ sich halt, in der Familie, mit Freunden und zur Not mit sich selbst. „Hygge“ ist so etwas wie Gemütlichkeit, doch so richtig trifft es dieses Wort auch nicht. „Hygge“ ist mehr, sie ist etwas, was man im Blut haben muss, wenn man hier in der winterlichen Einsamkeit und in solchen extremen Zeiten ohne depressive Spätschäden oder amokartigem Kurzschlusshandlungen überleben will. Kurz: man muss sich selbst aushalten können und eine Situation annehmen wie sie. Mit einer stoischen Ruhe ertragen die Menschen den Schnee, machen das Beste daraus, zünden eine Kerze im Dunkeln an und begnügen sich mit dem, was ihnen zur Verfügung steht.

3450061-til-bm-bt-scanpix

IMG_6960Selbsthilfe auf facebook
Als der im Schnee eingeschlossene Steen S. aus Klemensker nach sieben Tagen Isolierung das erste Mal Besuch von einem Fernsehteam bekam, beschrieb er die Lage so:“ Nein, uns hat nichts gefehlt, wir haben den Weihnachtsbaum angezündet und angeschaut. Dreimal am Tag habe ich mich zu dem Hühnerstall durch den Schnee durchgekämpft, um ihnen immer frisches, nicht gefrorenes Wasser zu geben. Sie sollten ja auch nicht Not leiden. Nein, wir hatten es gemütlich“, lächelt der Mann etwas müde. Doch immer noch sind rund 500 Menschen im Schnee gefangen und für einige wird die Situation langsam kritisch. Die junge Mutter eines 14 monatigen Babys, die seit dem 22. Dezember zwischen den Dörfern Østerlars und Arsballe alleine eingeschlossen ist, hat vor einigen Tagen eine Selbsthilfe-Gruppe auf facebook eingerichtet. Innerhalb von ein paar Tagen hat die Gruppe fast 350 Mitglieder, die sich rege über deren Situation und mögliche Hilfen austauschen. Da werden Nachbarhilfen, Fahrdienste oder Vorrats-Tauschgeschäfte verabredet, doch das Wichtigste ist: Man ist nicht alleine. Maia stellt regelmäßig die neuesten Meldungen ins Netz, die Ruten, wo der Schneeräumdienst schon durchgekommen ist. Die Männer mit ihren schweren Fahrzeugen machen Überstunden diese Tage. In einigen Gegenden dauert es mehr als einen Arbeitstag, um eine Strecke von 100 Meter Wegstrecke zu räumen. Viele Höfe haben mehrerer Hundert Meter von der nächsten kleinen Straße bis zu ihrem Haus. Und von  der Straße sind es wiederum mehrere Kilometer bis zur nächsten Landstraße.

Billede 009

Mutmachen im Radio
Die Insel ist mit ihren ca. 42.000 Einwohner auf 588 Quadratkilometer dünn besiedelt. Grund und Boden ist nicht teuer hier und der Traum so mancher Familie ist ein Bornholmer Fachwerkhof im alten Stil mit viel Land drum herum .Ein Traum, der in diesem Winter zum Albtraum wird. Doch die Insulaner haben jetzt Hilfe vom Festland bekommen. Jeden Tag treffen mit der „Bornholmerfærgen“ weitere Schneeräumfahrzeuge und Bagger ein. Die Hilfsangebote kommen sogar auch aus dem Ausland. Und ein von Kopenhagen gesendeter Helikopter bringt Notrationen und dringend benötigte Medikamente zu den Betroffenen. Die Insel Bornholm schreibt Geschichte diesen Winter. Doch wie gesagt, die Bornholmer zeigen in diesen Tagen dem ganzen Land, aus welchem „Urgestein“ sie gemacht sind. Jeder hilft jedem, ohne zu fragen, was es kostet, oder ob es sich für ihn lohnt. Die Not schweißt zusammen. Und da die Abgeschlossenheit ja im besten Fall auch die kreativen Sinne anregen kann, so entstand in den Übungsräumen der jungen Band des touristischen Fischerdorfes Svaneke jetzt auch der erste „Notsong“: „Ø-landshjælp“ heißt der Song und im Refrain bitten die Bormholmer Jungs um Hilfe: „Giv en hånd til Bornholm, for vi keder os ihjæl. Giv en hånd til Bornholm, vi kan ikke klare os selv” (Helft der Insel Bornholm, bevor wir uns zu Tode langweilen. Helft der Insel Bornholm, denn wir können es nicht alleine schaffen..”) Und so wird der erste Insel-Notsong im Radio gespielt und alle trällern mit… Die Bornholmer machen eben das Beste daraus.

Advent auf Bornholm: 10 (weitere) Highlights in der Vorweihnachtszeit

Winter-Sehnsucht nach Bornholm
In meinen 10 Tipps für den Dezember auf Bornholm habe ich Euch ja schon an meinen persönlichen Highlights in der Adventszeit teilhaben lassen . Nun sind aber noch weitere dazugekommen, die ich Euch nicht vorenthalten möchte :-)) …
Die Adventszeit ist für mich einfach nur „hyggelig“ (gemütlich), wie der Däne sagt. Ich kann nur jedem empfehlen, das einmal zu erleben, denn Bornholm ist in dieser Zeit ganz besonders. Leider kann man zu dieser Zeit nicht von Rügen aus anreisen, aber die Fahrt über Ystad in Südschweden ist für mich sowieso mein Favorit…  aber dazu schreibe ich hier bald mal mehr. Denn es ist ein großes Thema, dass viele Deutsche sich scheuen, im Winter zu kommen, da keine Fähre ab Sassnitz fährt. Kann ich auch total verstehen, und ich hoffe, dass die Fährgesellschaft irgendwann das Potential erkennt und Abfahrten im Winter anbietet. Wir haben das als Urlauber vor 17 Jahren noch erleben dürfen und wir waren drei Jahre hintereinander immer im Januar auf Bornholm. 4 Wochen! Und haben uns damals unsterblich in die Insel verliebt. Also, bis die Winter-Fähre ab Rügen wieder eingeführt wird, gilt: Wo eine Sehnsucht ist, ist auch ein Weg ♥

Nr 11 
Wintersonnenwendenfest in Snogebæk
Auf den Abend des 21. Dezember freue ich mich immer wie ein kleines Kind! Denn hier feiern wir in unserem Fischerdorf den kürzesten Tag des Jahres – und damit die Wiederkehr des Lichts. Wenn wir diesen Abend miteinander zelebriert haben, wissen wir, dass ab nun jeder Tag ein bisschen länger wird. Diese „Wende“ kann man spüren, wenn man in die Gesichter der Menschen schaut, die rund um das große Feuer stehen, das die Dorfgemeinschaft unten am Strand entzündet hat. Vorher trifft man sich beim örtlichen Kaufmann „DagligBrugsen“ und jeder bekommt eine Fackel in die Hand. Alle gehen feierlich die Straße zum Meer hinab. Dort am Strand ist es stockenduster, aber die Fackeln weisen den Weg und man wandelt dem riesigen Holzscheit entgegen, der dann pünktlich um 17 Uhr entfacht wird. Gesangszettel werden verteilt und ein Sonnenwend-Lied angestimmt. Dann sind alle still, wir schauen auf die Flammen und wärmen uns am Feuer. Danach geht es in die alte Lebertranfabrik, denn dort haben die Snogebæker Fischsuppe und Gløgg vorbereitet. Für die Kinder gibt es draußen ein Lagerfeuer mit Stockbrot und warmen Kakao. Snogebæk ich liebe Dich ♥
10568921_363621647144030_4611428554702897345_n

Nr 12
Das Fest der Herzen in Nexø
Ein anderer Abend, der das Herz erwärmt. Im Dezember steht die kleine Stadt Nexø zusammen, um das „Fest der Herzen“ auszurichten. An diesem Donnerstag im Dezember haben alle Geschäfte bis 22 Uhr geöffnet und es herrscht reges Treiben. Auf dem Marktplatz sind Buden aufgebaut, Weihnachtsbäume werden verkauft. Ab 18 Uhr bilden sich lange Schlangen bei der örtlichen Bank, bei „Kvickly“ und am Markt, denn alle wissen, dass es hier für alle kostenlos Würstchen,  Sandwiches und den traditionellen „risengrød“ (Milchreis) gibt. Dann geht es mit der ganzen Familie von Geschäft zu Geschäft, denn die Ladenbesitzer haben in ihren Fenstern Gewinne dekoriert und man schreibt die Zahl seines Lieblings-Gewinnes auf einen Zettel und wirft ihn in eine Losbox. Nexø zieht mit diesem Fest nicht nur die Lokalen an, sondern es strömt von der ganzen Insel herbei. Denn hier wird Weihnachtsstimmung der besonderen Art erlebt, spätestens bei der Kutschfahrt mit dem Weihnachtsmann persönlich.
Download

Nr 13
Weihnachtbaum-Happening am Christianshøj
Wer den Weihnachtsbaum-Kauf zum happening für die ganze Familie machen möchte, ist am Christianshøj in Almindingen richtig. Zwei Wochen im Dezember kann man hier im „Kyllingemoderen“, einem alten Holzpavillon aus den zwanziger Jahren, nicht nur seinen Weihnachtsbaum aussuchen, sondern gleichzeitig auf einem kleinen fairtrade-Stand ein paar schöne Weihnachtsgeschenke erstehen. Und das Restaurant und Café „Christianshøjkroen“ lädt mit Weihnachtskuchen und -gebäck, den typischen „brunkager“ (braune Kuchen), extrem leckeren Sandwiches, Gløgg und Kaffe zum Verweilen ein. Und das Ganze muss natürlich mt einem ordentlichem Spaziergang im drittgrößten Wald Dänemarks, Almindingen, verbunden werden.
1958275_10204392588067323_5555884652572802327_n

Nr 14
Julefrokost überall…
Die Julefrokost (von dän. Jul: Weihnachten und frokost: Mittagessen)  ist in Dänemark fester Bestandteil der Advents- und Weihnachtszeit. Man lädt Verwandte und Freude ein und richtet ein festliches Essen aus. Vor allem am Arbeitsplatz und mit Kollegen hat das eine große Tradition. Dabei geht man oft ins Restaurant, die überall auf der Insel die tollsten Frokost-Angebote haben. Entweder gibt es ein Buffet, das typischerweise  aus vielen verschieden Arten von Hering besteht, auch Leberpastete, Rote Beete und vielem mehr. Oder man speist  warm. Als wir den ersten Winter auf Bornholm waren, wurden wir von unserem super-lieben Nachbarn zu seiner Frokost eigeladen, die er für seine Mitarbeiter und Freunde abhielt. Eine tolle Geste für uns „Neuen“! Und wir durften eine ganz klassische Julefokost in einem Restaurant in Almindingen erleben: Vorspeise: gebratener Salzhering mit Zwiebeln; Hauptspeise: flæskesteg (Schweinebraten mit Kruste), mit Rotkohl, brauner Sauce und Kartoffeln; Nachspeise: risalamande (Milchreis mit Mandeln und Kirschsauce). Dazu jede Menge Gesang, Julebryg (Weihnachtsbier) und Hochprozentiges.  Echt hygglig!

mad-mad-catering-julefrokost-1-718812-regular

Nr 15
Ausflug auf die Hammerburg
Die größte Burgruine Nordeuropas, die Hammerburg, liegt an der nördlichsten Spitze Bornholms. Und die Burg lädt zu dieser Jahreszeit besonders zu einem Ausflug ein. Denn dann ist man dort ganz alleine und kann seiner Phantasie freien Lauf lassen… Ich stehe mitten in den mittelalterlichen Bauwerken und stelle mir vor, wie es damals so auf der Burg zuging. Der Baum auf dem Bild ist ein Traum und ich sitze dort gerne auf den von der Eiszeit abgeschliffenen Granithügeln, um die Seele an diesem geschichtsträchtigen Ort baumeln zu lassen. Mich fasziniert die Hammerburg immer wieder und der Blick von dort oben ist einfach gigantisch. Ein Tip: zieht Euch dick an und nehmt Euch ein Picknick mit, vor allem heißen Tee oder Kaffee. Denn inmitten der Bauwerke lässt es sich wirklich gemütlich verweilen.. und danach ein Spaziergang den Hügel hinab bis zum Hammerhafen.

1780267_757614414310381_8457062219808332567_o

Nr 16
Weihnachtsmarkt im Mittelaltercenter
Diesen Weihnachtsmarkt habe ich in diesem Jahr zum ersten Mal entdeckt und ich hoffe, dass er auch im nächsten Jahr stattfindet. In der Kulisse des Mittelalterzentrums schlendert man auf den Pfaden von damals.. Das typische dänische Schmalzgebäck „klejner“ wird über dem offen Feuer zubereitet und verköstigt. Nebenan können Kinder Steine mit Runenzeichen verzieren. Ein kleiner Markt mit Selbstgemachtem überrascht mich, denn hier finde ich so manch Originelles, das ich sonst noch nirgendwo entdeckt habe. Herrlich! Und wie bei der Hammerburg liebe ich das Gefühl, auf eine Zeitreise zu gehen..

1964769_362449293932902_5824280943576348050_n

Nr 17
Winter bei den Bisons
Ja, du liest richtig. Auf Bornholm gibt es Bisons! Seit 2012 lebt ein Flock mit sieben Bisons in einem eingezäunten Gebiet in Almindingen. Man parkt am Lindebjergshus, zwischen Svine- und Bastemose, und kommt dort in das Bison-Gebiet. Ich finde es immer wieder spannend, auf „Bison-Safari“ zu gehen, zumal man nicht weiß, ob man sie in dem großen Areal wirklich trifft. Augen auf und aufmerksam spazierengehen! Genau das Richtige für einen etwas grauen Dezembertag.
10561830_725389757532847_6697590105706911743_n

Nr 18
Luciafest im Kunstmuseum
Das Kunstmuseum in Rø bei den „Helligdommklipperne“  ist einer meiner absoluten Highlights der Insel. Die Architektur des Museum ist einzigartig, die Kunst sowieso. Und dann der Ausblick und die Lage…. !!! Umso schöner, dass dieser Ort nicht nur im Sommer ein „must“ ist, sondern jetzt zur Adventszeit in einem ganz anderen, besinnlichen Licht erstrahlt. Am 3. Advents-Sonntag gehen die Kinder der Østerlars Friskole hier den in Skandinavien so bekannten „St. Lucia“-Umzug. Ein Mädchen, das die Lucia darstellt, geht in einem weißen Gewand gekleidet, mit einem roten Band um die Taille und einem Lichterkranz auf dem Kopf,  voran, begleitet von ihrem Gefolge in weiß. Gemeinsam singen sie das St. Lucia-Lied. Das St. Lucia-Fest steht in der Tradition älterer Sonnenwendfestlichkeiten und bringt im Dezember wieder das Licht in die Welt zurück. Eine tolle Tradition, sehr feierlich und im Kunstmuseum einfach nur ein unvergessliches Advents-Erlebnis!

10445504_10204392589027347_6633623393603540529_n

11370_10204392586107274_570079513681186576_n

Nr 19
Weihnachtseinkauf im Svaneke Købmandshandel
Kein Weihnachts-Shoppen ohne den kleinen Kaufmannsladen in Svaneke. Hier bekomme ich alle lokalen Spezialitäten an einem Ort – und an was für einem! Ein richtiger alter „Tante Emma“-Laden, so was gibt es kaum noch. Die Inhaberin Susanne hat ein großes Herz, ist sehr engagiert und immer guter Laune! Es macht einfach Spaß, hier einzukaufen. Und für Weihnachten gibt es schöne Holzkisten, in denen der Honig, das Öl, das Bier, die Bonbons, die Schokolade, die Lakritze, die Marmelade, der Tee und und und ….. einfach perfekt verpackt sind. Das ideale Geschenk und Mitbringsel für Zuhause! Und Susanne hat ganzjährig geöffnet, was schwierig genug im Winter ist und man nur unterstützen kann!!!

10402758_755993247769260_740855987674814432_n

Nr. 20
Hygge“-Kaffee im Brazz
Wenn ich mich mit meiner Freundin in Rønne zum Weihnachtsbummel treffe, dann kehren wir hinterher hier ein! Man schaut aus dem Fenter direkt auf die Schlittschuhbahn, die im Dezember auf dem Rønne Marktplatz aufgebaut ist. Jetzt im Advent gibt es eine Adventskalender-Aktion. Derjenige, der als erstes an einem Tag im Dezember eine „Juleplatte“ bestellt, bekommt eines der Päckchen, die geschmückt an der Bar hängen. Mal sehen, ob es in den nächsten Tagen für mich klappt….

10610870_594880407284040_817047328099766324_n

Bornholmer Wintermeer

10648525_844150465637755_591588626261975404_o Dieses Kalenderblatt begrüßt mich jeden Morgen in diesem Dezember in meiner Küche  . Und dies ist genau mein Strand, denn er liegt 150 Meter weg von meiner Haustür. Dies ist der Strand, an dem ich am liebsten spazierengehe, jogge, Treibholz sammle, im Sommer frühmorgens ins Meer springe, am dem ich an einem warmen Sommerabend sitze und der Live-Musik von „Sørens Værtshus“ lausche…
Im Winter hat dieser Strand und das Meer ein ganz besonderes Gesicht. Ich liebe das Grau, den leichten Schleier, der über dem Wasser liegt. Alles ist so still, so friedlich, so bedächtig. Und das Meer ist besonders anziehend. Jeden Morgen fahre ich mit dem Fahrrad am Meer entlang, weil ich nicht genug bekommen kann von dieser Winter-Stimmung.
Der dänische Wetterdienst meldet heute sechs Meter hohe Wellen zwischen Bornholm und Schweden. Der Fährverkehr ist abgesagt. Ich werde mich dick anziehen, um mein Wintermeer und seine gigantischen Wellen zu besuchen. ♥
Eure Steffi 10842189_327948297393235_6145396640555289987_o 10431215_328746120646786_6377094772145572250_o 10005881_322755687912496_1965586118784775780_o 10520382_327640280757370_6396127805880522027_o 10469487_323699804484751_2718296696333404250_o 10845796_325969084257823_3261597171249668855_o

10371982_326507277537337_5330532422437314173_n