So macht Geburtstag Spaß: Kunst und Grotte

Der Sonntag – mein Geburtstag – startete ja ganz wundervoll  – wie Ihr bereits lesen konntet.

Und als wir so in Listed schlenderten, kamen wir an einer Werkstatt mit Blick aufs Meer vorbei. „So eine Werkstatt hätte ich ja auch gerne“, kommentierte mein Mann…

Und als wir weitergingen, rief uns eine Stimme ein „Hallo“ hinterher.
Der Mann aus der Werkstatt fragte uns, ob wir nicht Lust hätten, seine Werkstatt und seine Galerie zu besuchen.“Gerne“, antworteten wir und folgten ihm.

Er zeigte uns seine Skulpturen und erklärte, dass er diese mit altem Kupfer fertigte, das vom Dach der im Jahre 1883 abgebrannten Christiansborg in Kopenhagen stammte.
Er hätte vor vielen Jahren über 100 kg davon gekauft und verarbeite diese Material jetzt in vielen seiner Skulpturen.
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Paul führte uns in seine Galerie, die er zusammen mit seiner Frau Inge Lindegaard direkt neben dem Restaurant „Hummerhytten“ betreibt.
Er erzählte uns alles über seine Skulpturen und über die Skulpturen und Malerien, die er auch von anderen Künstlern ausstellte. Darunter Werke von Anders Nyborg, der ebenfalls in Listed wohnt.
„Das ist ein Mann, der wirklich für seine Kunst brennt“, dachte ich bei mir und lauschte aufmerksam seinen Geschichten . Mir kamen die Geschichten in den Sinn, die ich hier schon mal von drei Menschen erzählte, die ihrem Herzen folgen

Besonders rührte mich, dass er immer wieder die Kunst seiner Frau in den Mittelpunkt rückte. Er betonte wiederholt, dass es ihm vor allem um ihre Werke ginge. Nein, von ihm gäbe es keine Visitenkarte und auch keine Internetseite.
Er arbeite mehr im Stillen und er genoss dies sehr, nachdem er ein Leben lang mit
und für die dänische Kunstszene gearbeitet habe, sowohl als Agent, mit vielen Ausstellungen und internationalen Projekten. Heute suche er das stille, zurückgezogene Leben an diesem Ort.

Eine schöne, bewegende Begegnung, die wieder einmal zeigt, wie inspirierend das Bornholmer Kunstleben ist .
Paul hat die Galerie ab jetzt den ganzen Sommer für Gäste geöffnet.

Next Stop: Hammerhafen!

Ich liebe diesen kleinen Hafen, der immer noch seine alten bunten Fischerhütten bewahrt hat, kombiniert mit neuen, architektonisch designten Toiletten- und Versorgungshäuschen.

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UND dem legendären Hammerhafen-Kiosk!!!
Hier genossen wir erstmal ein köstliches Sandwich – SEHR zu empfehlen!!! – und sonnten uns eine Weile auf dem kleinen Sandstrand.

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Dann ging ich hinüber zu dem Häuschen der “Hammerhavnsbådfart.”
Dort saßen sehr entspannt die Kapitäne und warteten auf Kundschaft.
Bloss kein Stress und bloss kein hektisches Umherlaufen mit Flyern oder ähnlichem …
Die Kunden kommen wie sie kommen und bis dahin wird in Ruhe Kaffe getrunken :-).

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Ich erfuhr, dass man ab 4 Personen in See stechen würde und so entschlossen wir uns, einzusteigen.

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Und dann erwartete uns ein Erlebnis, das wirklich das Gefühl “Urlaub” in uns hervorrief.
Wir schipperten entlang des “Hammerknuden” – der gewaltigen Granitformation auf der die Hammerburg tront – sehr dicht enlang der imposanten Felsen.

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Unser Kapitän Ebbe erzählte uns, dass sein Boot “Frem” heißt – auf deutsch “vorwärts” – aber er beruhigte uns, dass es auch meist ein “zurück” geben würde ;-).

Das Boot sei nunmehr über 90 Jahre alt, die Bootsfahrten gäbe es seit Anbeginn des Tourismus auf Bornholm in den 2o-iger Jahren. Er sei schon seit 3o Jahren “Grotten-Kapitän”.

 Apropos Grotte: Schon ging es hinein in den “Våde ovn”, was soviel wie “feuchter/nasser Ofen” bedeutet, und eine 70 Meter lange Grotte ist. Beeindruckend!

Weiter ging es in Richtung Vang und wir bestaunten die Kamelköpfe und so manch andere tierartige Felsformation, die ich Euch nicht vorweg nehmen möchte, denn es ist wirklich ein Erlebnis, all das zu bestaunen und erklärt zu bekommen.
Wir beoachteten die brütenden Möwen und konnten auch schon ein paar kleine Schnäbel entdecken. Und wir bestaunten Alkenvögel, die wirklich wie eine Mischung auch kleinen Albatrossen und Pinguinen aussehen.

Lustig waren auch die Kühe die rund um die Hammerburg auf schwindelerregender Höhe grasten. “Und die stürzen gar nicht ab”, war der Kommentar meines Sohnes.

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Nach 40 Minuten ging es wieder an Land. 
Das war ein wunderschönes Geburtstagserlebnis, das ich nicht vergessen werde !!!

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Die drei seetüchtigen Holzboote heißen “Frem”, “Linda” und “Søfred” und sie nehmen jeweils 11-12 Passagiere mit – vom 1. Mai bis 30.September zwischen 10 und 17 Uhr, im Sommer bei Bedarf länger. Und natürlich je nach Wind und Wetter ;-). Erwachsene: 70 kr; Kinder bis 12 Jahre: 30 kr.

Alles Liebe ❤️
Eure Steffi

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