Bornholm in Kopenhagen: Von Räucherfischen, Sanddornmarmelade und einer rockenden Bürgermeisterin

Gestern habe ich die Hauptstadt besucht! Zusammen mit 50 Bornholmer Unternehmen, vor allem lokalen Produzenten, ging es auf den Rathausplatz. Bei strahlendem Sonnenwetter präsentierte sich die Insel den Kopenhagenern von ihrer besten Seite. Und es kamen viele, richtig viele, die Bornholm sehen, schmecken und riechen wollten 🙂 Eine riesige Werbe-Show für unsere Insel und für all das, was wir zu bieten haben.
Für mich ging es um 5.35 los.

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Camilla und Mads Meisner, die Produzenten der leckeren Sandornmarmelade „Høstet“, holten mich in Snogebæk ab, um um 6.30 die Fähre nach Ystad zu nehmen. Um 9 Uhr standen wir dann mit dem voll bepackten VW-Passat in mitten von vielen weißen Zelten.

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Es herrschte aber gar kein Chaos oder Hektik, sondern alle bauten in typisch dänischer Gelassenheit ihre Stände auf.
IMG_2754Der Bornholmer-Markt sollte um 11 Uhr offiziell eröffnet werden, doch ab 10 Uhr strömten schon die Menschen herbei. Kein Wunder, denn das herrliche Wetter lud einfach nach draußen ein!

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Und alles, was unter den Bornholmer Produzenten „Rang und Namen“ hat, war dabei: Von den Bornholmer Gourmet-Pasta-Herstellern „Pastariet“, über „Svaneke Chokoladeri“, der legendäre „Hallegård“-Wurst, der „Kødkompagniet“ mit ökologischem Insel-Schweine- und Rindfleisch, dem „Svaneke Bryghus“ mit neuen Biersorten, der „Årsdale Silderrogeri“, „Bäcker Mortensen“, dem „Bornholms Thehandel“, die seit kurzen neben Aakirkeby auch einen schönen Laden in Rønne haben, bis zu „Marmaid“, den Weingummi-Königen und Gourmeteis-Produzenten in Svaneke und der Snogebæker Schokoladen-Manufaktur „Kjærstrup“.

„Svaneke-Brød“ kam mit deren leckeren Schwarz- und Landbroten erst um 13 Uhr, denn denen war wegen Überladung gleich mal auf der Fahrt der Reifen geplatzt.
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Ja, alle hatten ihre Wagen wirklich vollgepackt und trotzdem hieß es an einigen Ständen bereits nach einer Stunde „ausverkauft“. Das Nobel-Restaurant Kadeau hatte nach kurzer Zeit alle ihre feinen „smagsprøver“ (Appetit-Häppchen), die vor Ort im Zelt zubereitet wurden, unter die Leute gebracht. Ähnlich ging es dem hochgelobten Restaurant „Larssen´s“ im Hotel Stammershalle. Und auch bei der Svaneke-Brauerei wurden mittags die letzten Flaschen verkauft. Überall gab es lange Schlagen und den Bornholmer wurden ihre Waren und Häppchen nur so aus den Händen gerissen.

Ich durfte dabei helfen, die tolle Sanddorn-Marmelade und Sanddorn-Flocken an die Besucher zu verköstigen, was riesigen Spaß gemacht und mich auch mit ein wenig Insel-Stolz erfüllt hat 🙂 Denn immerhin ist die Sanddornplantage von Camilla und Mads die einzige in ganz Dänemark und die Produkte und die Menschen dahinter sind so überzeugend, dass ich sie mit voller Begeisterung „verkaufen“ konnte.
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Neben den Produzenten stellten sich die Destination Bornholm, die Fährgeselschaft Faergen, die Fluggeselschaft DAT, einige Hotels und Campingplätze, das Jobcenter, die Bornholmer Polizei den neugierigen Fragen der Hauptstadt-Bewohner, denn immerhin will man ja die Insel auch als attraktiven Wohnort präsentieren. Abgerundet wurden die Marktstände durch die Präsenz des Bornholmer Online-Kaufhauses der Bornholms Tidende und den Bornholmer Keramikern wie „Mølgaard og Marcussen“ mit deren neuen superschönen Bornholmer-Uhr, und dem Design- und Kunsthandwerker Zusammenschluss „ACAB“. Musikalisch gab es ein buntes Programm auf der Bühnen, unter anderem auch mit dem Gitarristen Paul Banks.

Der Höhepunkt der Showeinlagen war dann zum Abschuss der Auftritt unserer Bürgermeisterin Winni Grosbøll, die zusammen mit DJ Pelle die Bühne rockte. Mit der letzten Bierflasche von Svaneke Bryhus prostete sie dem Publikum zu und tanzte nach den Pop-Charts. „Wow, ich wusste gar nicht, das Winni so cool“ ist, kommentierte eine Zuschauerin neben mir die Tanzeinlagen der Bürgermeisterin .
Mit dem Mikro warb Winnie dann für das „Folkemøde“, das größte politische Volkstreffen, das im Juni auf Bornholm stattfindet. Echt mutig und mal anders Winni :-).

Um 18 Uhr waren alle glücklich, aber auch geschaft. In Windeseile, und doch ma wieder mit der nötigen Ruhe, wurden die sieben Sachen zusammengepackt. Wir luden fast nur leere Kartons in den Wagen zurück, die „Høstet“-Produkte waren der „Burner“ :-). Um 22 Uhr waren wir dann wieder Zuhause. Auf der Fähre empfing uns der Heimatsong „Bornholm, Bornholm, Bornholm..“ und wir waren glücklich, nach so vielen Eindrücken, Gesprächen und Begegnungen, wieder in der Stille und Ruhe der Insel gelandet zu sein. Wir kommen gerne wieder Kopenhagen 🙂

P.S.: Apropos: Es gibt seit kurzem die neue Busroute 700, die mit super modernen Bussen direkt von Ronne nach Kopenhagen Hauptbahnhof fährt – und zurück.

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Eine tolle und sehr bequeme Art, im Bornholm-Urlaub einen Tages-Ausflug nach Kopenhagen zu machen. Mit dem Bus waren wir schon mit unserer Protestdelegation zum Transportminister gefahren, Von der Busroute erzähle ich Euch demnächst hier mehr…
Alles Liebe ❤️
Eure Steffi

Ein Kommentar zu “Bornholm in Kopenhagen: Von Räucherfischen, Sanddornmarmelade und einer rockenden Bürgermeisterin

  1. Pingback: Gewinne ein Sanddorn-Food-Paket von Høstet! | Bornholm my love

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