Hurra! Ab September 2018 ganzjährig von Rügen nach Bornholm: Mols Linie fährt Bornholm auch im Winter an!

Bornholm, 21.07.2017 Da ist man mal kurz im Urlaub in Norwegen und schon wird sooo eine wichtige Nachricht bekannt gegeben: Die Mols Linie, die ab September 2018 den Fährverkehr von und nach Bornholm übernimmt, wird die deutsche Sassnitz-Fährverbindung drastisch erweitern … Weiterlesen

Neue Sommer-Fährverbindung nach Bornholm: Jeden Samstag von Swinemünde nach Rønne!

Bornholm, 21.April 2017 Ab Sommer 2017 gibt es eine neue Fährverbindung nach Bornholm. Die Fährgesellschaft TT Line fährt in der Zeit vom 24.Juni bis 2. September jeden Samstag vom polnischen Swinemünde nach Rønne. Abfahrt ist um 17 Uhr und Ankunft … Weiterlesen

Anfahrt nach Bornholm: Viele Wege führen ins Paradies ❤️

Viele Wege führen nach Ro…. ähh Bornholm ! JA! Bornholm ist GANZJÄHRIG gut zu erreichen. Und zwar per Fähre mit Auto, Bus oder Bahn, aber auch mit dem Flieger. Viele deutsche Urlauber denken, dass sobald die Rügen-Fähre ihren Betrieb Ende … Weiterlesen

Video: Spätsommer auf Bornholm – Verlieben erlaubt ❤️

Der Spätsommer auf Bornholm ist einfach eine Wonne ❤️ Ich bade jeden Morgen an den wunderbaren Sandstränden von Balka und Dueodde und abends sitzen wir lange draußen, genießen das Abendlicht, das Meer, die Stimmung :-). Der „Altweibersommer“ ist für mich … Weiterlesen

Hurra!!! Die Sassnitzroute ist gerettet! Die Fähre Povl Anker bleibt!

Die beste Nachricht seit langem kam heute von dem Transportminister Magnus Heunicke, der sich mit der Bürgermeisterin Winni Grosbøll am Nachmittag auf Bornholm traf : „Wir unterstützen die Reservefähre Povl Anker mit 30 Millionen Kronen pro Jahr und damit ist … Weiterlesen

Bornholm-Fähre: Sassnitz-Route sicher bis 2018 verlängert

Ein kleiner Sieg wurde schon errungen: Der Verkehrsvertrag – und damit die bestehende Fährverbindung von Sassnitz nach Bornholm – wurde bis Ende 2018 verlängert. Seitdem der neue Verkehrsvertrag vorliegt, gab es laute Proteste. Es wurden über 26.000 Unterschriften gesammelt und beim … Weiterlesen

Bornholmer Protest-Delegation mit über 26.000 Unterschriften zum Kaffee beim Transportminister

Die gestrige Reise zum Transportminister sollte eine Lehrstunde in Demokratie, in Willenskraft, Durchhaltevermögen und positivem Denken sein! Hanne Nimskov, die hinter der Unterschriftensammlung gegen den neuen Verkehrsvertrag steht, ist eine faszinierende Persönlichkeit, die wirklich Vorbild-Charakter hat.
Ich traf Hanne persönlich das erste Mal, als ich gestern um 5.10 Uhr den Bus in Nexø betrat, der unsere Protestgruppe nach Kopenhagen direkt zum Transportministerium fahren sollte. Hanne nahm mich herzlich in die Arme, schaute mich fest an und dankte mir für mein Kommen und mein Engagement. Ich spürte sofort: Das hier ist ein ganz besonderer Mensch! Kein Wunder, denn das was sie in den letzten zwei Monaten geschafft hatte, sucht seinesgleichen. 26.261 Unterschriften innerhalb von sieben Wochen!
Unermüdlich hat sie gekämpft. Gestern war dann ihr großer Tag, denn um 15.30 Uhr hatte der Transportminister Magnus Heunicke genau 10 Minuten seiner Zeit abgeknapst, um die Unterschriften entgegen zunehmen. Facebook hatte die Gerüchte schon im Vorwege ins Ministerium getragen. Hanne kommt mit einem Protestbus mit einer Gruppe von Bornholmern! Magnus stand in letzter Zeit unter ziemlichem Mediendruck, denn Hanne verfügt als ehemalige TV-Journalistin über wertvolle Medienkontakte, die sie jetzt geschickt und vehement nutzte. So war der Bus schon morgens zur Fährabfahrt mit einer Handvoll Journalisten gefüllt. IMG_6714 Um 8 Uhr lief das erste Live-Interview auf dem landesweiten Fernsehkanal und ein Radio-Interview ging über den Äther. IMG_6727 Mit an Bord waren ein Dutzend Lokalpolitiker, die versuchten, sich gut in Szene zu setzten. Denn allen war klar, dass ihre Parteikollegen in Kopenhagen bei den Verhandlungen des Verkehrsvertrages kläglich versagt hatten. Jetzt galt es, die Eisen aus dem Feuer zu holen. Die Bürgermeisterin ließ sich wegen Krankheit entschuldigen und eine Parteikollegin überbrachte im Bus Grüße an alle. Man nahm diese freundlich entgegen, aber hörte es auch munkeln, dass sich Winnie vielleicht einfach nicht traute, denn das Versagen in dieser Sache könnte sie bald das Amt kosten. IMG_6724 Die Busfahrt von Ystad nach Kopenhagen war heiter. Es wurde „Bornholm, Bornholm, Bornholm“ geträllert und Hanne teilte Schokolade, Weingummis und Getränke aus, ohne auch hierbei dankbar zu erwähnen, wer was gesponsert hatte. IMG_1738 Nebenbei kam die Frage auf, ob denn die Fähre die Fahrt oder Essen an Bord für alle gesponsert hätte, was leider mit einem Nein beantwortet wurde. Absolutes Unverständnis von allen, zumal wir gerade dabei waren, denen das Fell zu retten …?! Aber das ließ die Laune nicht trüben und voller Optimismus und Tatendrang kamen wir mir „Johns Bus“, der mit seiner neuen Route 700 direkt von Bornholm nach Kopenhagen fährt und diese Tour gratis gefahren ist, in der Hauptstadt an. IMG_6733 Dort warteten nun Treffen mit verschiedenen Parlaments-Mitgliedern fast aller Parteien auf Hanne und einem Vertreter des „Passagerforening“. IMG_6744 Der Rest der Gruppe wurde derweil wiederum von Vertretern unterschiedlicher Parteien durch das Parlamentsgebäude geführt. Dabei wurde Smalltalk gepflegt, aber auch immer wieder die Bornholmer Sache vorgetragen, so dass jeder Politiker zum Abschluss seiner Guiding-Runde versicherte, dass er sich für den Bornholmer Verkehrsvertrag einsetzen würde.

Wir bemerkten, dass im Gebäude höchste Sicherheitsstufe galt, denn alleine durften wir uns gerade mal auf die Toilette bewegen. Sofort war im Gedächtnis, was vor gerade mal 10 Tagen in der Hauptstadt passiert war.
Vor dem großen Treffen mit Magnus wurden wir noch in das Christiansborg Schloss geführt, das die Königin für Repräsentationszwecke nutzt. Wir wandelten mit Ehrfurcht durch beeindruckende Säle der Monarchie-Geschichte.

Dann war es soweit. Alle sammelten sich zum vereinten „Marsch“ zum Transportministerium. Wieder mit großem Medieninteresse!
IMG_1807Dort wurden wir empfangen und es hieß, dass der Minister zum vereinbarten Zeitpunkt in die Eingangshalle kommt, um die Unterschriften entgegen zu nehmen.
IMG_1823Als er dann schließlich kam, empfingen wir ihn mit der „Bornholm. Bornholm, Bornholm“-Hymne. Und dann folgte eine herzliche Umarmung der beiden Hauptdarsteller, die jetzt schon eine Art Geschichte verband, denn immerhin war es ja schon das zweite Mal, dass Hanne und Magnus sich in dieser Sache in die Augen schauten. Hanne hielt ein kurze und knackige Ansprache, in der es nie an Witz und Herzlichkeit fehlt, stets gepaart mit dem nötigen Ernst und direkten, manchmal auch scharfen Worten: „Magnus, als ich heute Morgen um halb vier aufwachte, hab ich als erstes an dich gedacht! Ich habe eine Bitte an dich: Erinnere dich daran, dass du auch der Transportminister von Bornholm bist. Wir haben dir ein Geschenk mitgebracht. 26.261 Unterschriften und ein Puzzle, damit du jetzt daran arbeiten kannst, den richten Verkehrsvertrag für Bornholm „zusammen zu puzzeln“. Der Minister schmunzelte und war beeindruckt von den vielen Menschen, die sich in seiner Eingangshalle drängelten. Er fragte kurz seinen Sekretär, wann er bei seinem nächsten Ausschuss sein müsse und meinte spontan: „Habt Ihr Lust, auf einen Kaffee mit hoch zu kommen?“ . Klar, das hatten wir!
IMG_1838Und so drängelten sich die gut 30 Leutchen in seinem Büro. Kaffeekannen und Tassen kamen auf den Tisch. Magnus schenkte den Kaffee in seine gerade überreichte „SOS“-Tasse ein und sorgte eigenhändig dafür, dass alle mit Kaffee versorgt waren.

„Ich habe noch nie erlebt, dass in so kurzer Zeit so viele Unterschriften in einer Sache gesammelt wurden. Ich bin wirklich beeindruckt!“, zeigte sich Magnus Heunicke sichtlich überrascht von dem Ergebnis der Protestaktion. Hanne begann ihre Ansprache mit der durch den Verkehrsvertrag gefährdeten Deutschland-Route nach Bornholm. „Magnus, ist das das Signal, was wir Dänen nach Deutschland senden wollen, nämlich das die Deutschen nicht mehr erwünscht sind?“ Der Transportminister war deutlich irritiert von dieser Frage und versuchte die richtigen Worte zu finden, um nicht zu viel und nicht zu wenig zu versprechen.
Er versprach, alles dafür zu tun, den bestehenden Verkehrsvertrag zu verbessern. Er könne jedoch nicht zusagen, dass die Verhandlungen komplett neu aufgenommen werden. Dies würde bedeuten, dass alle Parteien ihr Ja dafür geben müssten und das würden sie nur tun, wenn ein bestimmter Etat schon im Vorwege dafür zur Verfügung stünde. Es gäbe aber den Weg einer zweiten Verhandlungsphase, in der man die Interessen der Bornholmer jetzt einfließen lassen würde und versuchen würde, die beste Lösung für die Insel zu finden.“

Es blieb ein gutes Gefühl bei allen Beteiligten. Hanne selbst war sehr zufrieden mit dem Treffen. „Er war wirklich gerührt von den vielen Unterschriften und man konnte merken, dass das was mit ihm gemacht hat. Er wird sich für Bornholm einsetzen, da bin ich mit sicher. “ Es gab auch ein paar kritische Stimmen, die meinten, dass der Minister wieder einmal nichts konkretes zugesagt hat, wie schon bei seinem Besuch auf Bornholm, bei dem er mit Hanne in ihrem Wohnzimmer saß. Aber Hanne und viele andere sehen das optimistischer. Hanne setzt darauf, dass Bornholm gehört wurde und erst jetzt die Politiker die Problematik fassen und im wahrsten Sinne des Wortes „mit dem Herzen“ dabei sind, denn erst jetzt werden ihnen die Auswirkungen klar, die der Verkehrsvertrag mit sich ziehen würde.
Die Protestaktion hat die Problematik lebendig gemacht, jetzt spricht nicht das Papier, sondern Tausende von Menschen, die diesen Vertrag nicht wollen. „Es gibt keinen Zweifel, dass von jetzt an die Reservefähre Vorrang vor billigeren Fahrpreisen haben wird“, so die Einschätzung von Bjørn Carlsen vom „Passagerforening“. Bisher war die Reduzierung der Fahrpreise das Hauptziel des Vertrages, doch nun kann es sein, dass dieses Ziel revidiert wird und stattdessen das Geld für den Einsatz einer Reservefähre eingesetzt wird.

Auf der Fahrt zurück waren alle sichtlich entspannt, aber auch erschöpft. Hanne weiß, dass der Kampf noch nicht vorbei ist, aber wir alle rieten ihr dazu, mal ein paar Tage „frei“ zu machen und abzuschalten. Immerhin kommt ja noch eine weitere Delegation zum Transportminister. Am 9.März fahren die touristischen Vertreter nach Kopenhagen, auch mit einem Sack voller Argumenten, Zahlen und Zielen.

Der Kampf geht weiter und wie schrieb mir ein Freund aufmunternd auf Facebook: „Venceremos“ ! „Wir gewinnen!“ Wer daran nicht glaubt, braucht den Kampf erst gar nicht zu beginnen. Diesen Satz zum Schluss an alle Pessimisten da draußen, die all das Engagement schwarz malen und klein reden. Ich habe eine tolle Lektion von Hanne gelernt – und von der Demokratie in Dänemark. War schon cool, so einen volksnahen Minister zu sehen und wie las es sich gestern nach dem Treffen auf der facebook-Seite von Magnus: „“Bornholm, Bornholm, Bornholm“, so ertönte es heute im Transportministerium, als 26.500 Unterschritten abgegeben wurden. Ich habe die Delegation auf einen Kaffee in mein Büro eingeladen. Danke für den Einsatz und Euer Engagement. Ich meine, dass uns diese „Manifestation“ hier auf Christiansborg jetzt verpflichtet“.

Wenn es nach mir ginge, würde Hanne jetzt schon einen Platz in der „Hall of Fame“ auf Bornholm bekommen. Vielleicht eine Idee, diese erstmals für die zu errichten 🙂 Hanne, du bist der tollste Mensch, den ich seit Langem getroffen habe und ich ziehe meinen Hut vor so viel Energie, Kampfgeist, Mut, Durchhaltekraft – und das alles gepaart mit einem großen Herzen. Toll, dich zu kennen!

P.S: Und tausend Dank an Euch alle, die bei der Umfrage mitgemacht haben. Ich konnte 502 Stimmen in Christiansborg abgeben, das Ergebnis hat Eindruckt gemacht!  Seit Dienstag sind es noch 586 geworden!!! Super! Ihr könnt weiterhin abstimmen, ich liefere die Ergebnisse dann später aktualisiert an das Ministerium bzw. einen politischen Vertreter. Die Umfrage und das Ergebnis findet Ihr hier, einfach auf „View results“ drücken.

Liebe Grüße
Eure Steffi

Bornholm kämpft um die Sassnitz-Route: Eine Busfahrt zum Transportminister!

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Schwere See auf Bornholm
Es herrscht immer noch schwere See rund um und auf Bornholm. Die „Kuh ist noch nicht vom Eis“, kann man die Diskussion und die Verhandlungen um den neuen Verkehrsvertrag zusammenfassen, der ab 2017 in Kraft treten soll und in seiner Konsequenz die Niederlegung der Fährverbindung von Sassnitz nach Bornholm nach sich ziehen würde.

Aber die Bornholmer kämpfen. Die Heldin der Insel ist die Journalistin Hanne Perle Nimskov, die Anfang Januar eine Unterschriftensammlung gegen den neuen Verkehrsvertrag in Gang setzte. Bis gestern konnte man seinem Protest durch seine Unterschrift Ausdruck geben und heute wurde gezählt.

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Bornholm kämpft
Insgesamt kamen 25.862 Unterschriften zusammen, sowohl im Internet als auch in Papierform, denn überall auf der Insel lagen Unterschriften-Listen aus. Täglich hatte Hanne in den letzten Wochen einen Aufruf auf facebook gepostet. Sie zeigte sich kampfbereit, voller Energie und geradezu provokativ trat sie immer wieder dem Transportminister Magnus Heunicke entgegen. Sie forderte ihn zum Kampf heraus mit Aussprüchen wie „Pass auf Magnus Heunicke, wir kriegen dich!“ und scharrte viele begeisterte Mitstreiter um sich. Die Insel stand geschlossen hinter ihr. Fernsehen und lokale und landesweite Presse berichteten über die „wütende Frau“, wie sie sich selber nennt.
Am 26. Januar kam der Minister dann tatsächlich nach Bornholm, um sich ein Bild vor Ort zu machen. Ohne Vorankündigung und nur per Anruf am Morgen, lud er sich zum Kaffeeplausch bei der „Jeanne d`Arc“ der Insel ein.

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Transportminister im Visier
So saßen sie mit Brötchen und Kaffee rund um Hannes Esstisch in Svaneke und besprachen große Politik. Der Minister hörte aufmerksam zu und versprach beim Abschied, dass er alles dafür tun werde, dass „die Politiker“ in Kopenhagen den Protest der Bornholmer hören und der Verkehrsvertrag erneut im Verkehrsausschuss verhandelt werden würde.
Die Aktion war ja irgendwie cool und den Minister so bürgernah zu sehen, verhalf ihm schon zu einigen Sympathiepunkten. Die Hoffnung wuchs und in der Presse las man die nächsten Tage somit immer wieder davon, dass die Parteien wohl nun bald einlenken würden, um den Vertrag neu zu verhandeln.
Abwechselnd meldeten sich Lokalpolitiker in Zeiten der anstehenden Parlamentswahl mit Artikeln, Interviews und Leserbriefen in der lokalen Presse zu Wort. Keiner wollte Schuld gewesen sein, dass es überhaupt zu diesem Verkehrsvertrag gekommen ist, man schob den anderen den schwarzen Peter zu und zeigte sich ebensfalls kampfbereit. Doch in Bezug auf den lieben Magnus Heunicke munkelte man immer mehr, dass sein Bornholm-Besuch wohl nur ein kluger PR-Feldzug gewesen sei, um Wählerstimmen zu erhaschen.

Fakt ist, dass sich bisher noch nichts konkretes bewegt hat. In der letzten Woche konnte man den Aussagen des Transportministers in der Presse entnehmen, dass er eher wieder zurück rudert. Er stellt die Fakten anders dar, meint, dass die Zahlen zeigen, dass 50% der deutschen Touristen im letzten Jahr tatsächlich über Südschweden und nicht über Sassnitz angereist seien, und nur ein Viertel mit der heiß diskutierten Reservefähre von Sassnitz aus, und so seien die touristischen Konsequenzen beim Wegfall dieser Reservefähre wohl nicht so groß. Die Destination Bornholm und die führenden Akteure im Tourismusbereich widersprachen mit Zahlen, die sagen, dass 80 % der deutschen Gäste über Sassnitz kommen. Man versteht sich nicht. Der Minister will nicht sehen, welche Katastrophe der neue Verkehrsvertrag für Bornholm wäre. Die Bornholmer versuchen verzweifelt, ihre Argumente vorzutragen

Ein Protest-Bus auf dem Weg zum Minister
Doch genau zu diesem Zeitpunkt fährt jetzt ein Bus voller Bornholmer Kämpferseelen in die Hauptstadt, um am Mittwoch dem Transportminister die über 25.000 Unterschriften persönlich  zu überreichen. Ein Busunternehmen sponsort die Tour und am Mittwochmorgen werden auf der Insel überall die Mitstreiter eingesammelt, um geschlossen die Fahrt nach Kopenhagen anzutreten. Es werden Lokalpolitiker aller Couleur dabeisein und viele Mithelfer der Unterschriftensammlung. Ich werde in Nexø dazusteigen, um quasi als Repräsentant der vielen deutschen Urlauber das Ergebnis der Umfrage „Würden Sie bei einer Einstellung der Sassnitz-Fähre zukünftig über Ystad nach Bornholm anreisen?“ dem Minister persönlich zu übergeben. Bisher haben 548 von Euch an der Umfrage auf meinem Blog teilgenommen. Tausend, tausend Dank!!! Doch bis Dienstag (Übermorgen!) könnt Ihr noch Eure Stimme abgeben!!! Ich nehme dann das tagesaktuelle Ergebnis mit nach Christiansborg. Also teilt diesen Beitrag und fordert Eure Freunde und allen, denen Bornholm am Herzen liegt, dazu auf, mitzumachen. Bitte macht mit, gebt Eure Stimme und kämpft mit für Bornholm! Wir geben so schnell nicht auf!
Hier gehts zur Umfrage!

Danke und alles Liebe ♥

Steffi

Große Umfrage zur drohenden Einstellung der Sassnitz-Fähre nach Bornholm


Große Umfrage: 
Bornholm braucht Eure Hilfe!

Zusammen mit www.bornholm-ferien.de, dem besucherstärksten deutschsprachigen Bornholm-Portal, möchte ich ein Meinungsbarometer der deutschen Urlauber zum Thema „Fährverbindung nach Bornholm“ erstellen.

Kurze Erklärung: Sollte die Fährverbindung Sassnitz – Rønne eingestellt werden, bleiben verschiedene Routen über Dänemark und Südschweden, bei denen man je nach Wohnort, mind. eine weitere Fährverbindung, Mautkosten (Öresundbrücke) und weite Fahrtwege (z.B. von Hamburg ca. 370 km, von Berlin ca. 450 km) pro Fahrt in Kauf nehmen müsste.

Daher folgende Frage:

Der Hintergrund
Ich habe in der letzten Woche in dem Beitrag „Der neue Verkehrsvertrag und die Sassnitz-Fährroute nach Bornholm“ über den katastrophalen neuen Verkehrsvertrag berichtet, der Mitte Dezember in Kopenhagen unterzeichnet wurde und der ab 2017 in Kraft treten soll. Bitte lest die Fakten in dem Artikel durch und unterschreibt ggf. die Unterschriftensammlung gegen diese katastrophale Vereinbarung.

Die Direktorin der Destination Bornholm, Pernille Lydolph, schrieb mir jetzt aktuell folgendes Statement:

„Es wird vermutlich keine Sassnitz-Rønne Verbindung mehr geben, auch nicht nur mit dem Schiff Hammerodde, wenn der Verkehrsvertrag so bestehen bleibt. Schlichtweg, da es nicht möglich ist, mit einer Fährkapazität von 400 Passagieren eine rentable Rute zu betreiben. Derzeit hat niemand definitiv beschlossen, die Route einzustellen, aber aufgrund der Auswirkungen des neuen Verkehrsvertrages ist die Wahrscheinlichkeit einer Niederlegung der Deutschland-Route sehr groß“

Wie ich schon in dem früheren Artikel beschrieben hatte, arbeiten derzeit alle daran, dass die Verhandlungen wieder neu aufgenommen werden. Dies scheint schwierig und es gehört sehr, sehr viel Druck von allen Seiten dazu, dass die Politik ein Einsehen hat und ein unterschriebenes Abkommen noch mal neu aufnimmt.

MACHT MIT! WIR BRAUCHEN EUER VOTING!

Bitte füllt das Umfrage-Formular aus, teilt den Link zu dieser Umfrage und gebt ihn an möglichst viele weiter.
Wenn jemand von Euch Kontakt zur Presse in Deutschland hat, dann nutzt diesen bitte aktiv!
Je mehr mitmachen, desto eher können wir ein repräsentatives Ergebnis abgeben.

Wir danken Euch ganz herzlich im Voraus und halten Euch ständig auf dem Laufenden – natürlich auch über die Umfrage-Ergebnisse!!!!

Liebe Grüße
Steffi

Der neue Verkehrsvertrag und die Sassnitz-Fährroute nach Bornholm

Petition gegen den neuen Verkehrsvertrag
Heute Morgen ging plötzlich eine Unterschriftensammlung durchs Netz, die dazu aufruft, sich gegen den neuen Verkehrsvertrag auszusprechen, der gerade verhandelt wurde und ab 2017 in Kraft treten wird. Ich habe sofort unterschrieben, denn das Thema ist auf der Insel seit Mitte Dezember jeden Tag die Nummer 1.
Hier mal die  Fakten:

Die Situation heute
Die Route Ystad-Rønne wird vom Staat subventioniert. In dem heute geltenden Verkehrsvertrag bezuschusst das Verkehrsministerium auch eine Reservefähre – die Povl Anker – , die bei Motorschaden oder bei Unwetter auf der Strecke Ystad-Rønne eingesetzt werden soll. Diese Reservefähre hat die Fährgesellschaft nun auch genutzt, um in den letzten Jahren die Fährkapazitäten von Sassnitz nach Bornholm auszuweiten, sprich mehrere Abgänge am Wochenende in der Saison  Grundsätzlich ist die Verbindung von Deutschland nach Bornholm eine reine kommerzielle Route, die nicht mit einer Krone bezuschusst wird und sich privatwirtschaftlich rechnen muss. Die Povl Anker ist somit eine zusätzliche Fähre, die „Færgen“ durch die staatlichen Zuschüsse auch auf der deutschen Route kostenvergünstig einsetzen kann.

Der Verkehsvertrag ab 2017
Ab 2017 gilt ein neuer Verkehrsvertrag, der Anfang Dezember 2014 vom Verkehrsministerium in Kopenhagen verabschiedet wurde. Wie der genau zustande gekommen ist, konnte ich noch nicht im Detail in Erfahrung bringen, aber Fakt ist, dass man nicht das touristische Wohl der Insel im Blick hatte und andere Interesse im Vordergrund standen. In den Verhandlungen waren gute Lobbyisten am Werk, die Bornholmer Politik hat da total versagt. Ich will aber keine politische Diskussion entfachen, sondern hier mal die Fakten nennen.

1. Die Bornholmer „bekommen“ 17 Millionen Kronen „geschenkt“, indem die Preise für die Fährüberfahrt um 10% gesenkt werden (das gilt nur für die dänische Route!)

2. Im Gegenzug dazu spart der Staat 60 Millionen Kronen ein, indem die Reservefähre Povl Anker nicht mehr bezuschusst wird und gleichzeitig die IC-Zugverbindung von Ystad nach Kopenhagen weg fällt.

3. Die neue Bezuschussung gilt für eine Reserve-Fährkapazität von mindestens 400 Passagieren, was noch in der zukünftigen Diskussion wichtig werden kann (siehe letzter Punkt „Daran wird derzeit gearbeitet“).

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Konsequenzen für die Sassnitz-Rute
Die Fährgesellschaft „Færgen“ verliert die Subvention ihrer Reservefähre „Povl Anker“ (1500 Passagiere), die dann ab 2017 nicht mehr auf der Strecke von Sassnitz nach Bornholm fahren wird. Damit wird dann nur noch die „Hammerodde“ fahren, die deutlich weniger Kapazität hat (400 Personen). Damit soll die Route 41% an Kapazität verlieren. Und für die deutschen Urlauber heißt es schlichtweg, dass nur noch knapp über die Hälfte mit der Fähre auf die Insel kommen (im Vergleich zu 2014 oder 2015). Falls es mal Sturm gibt, weiß keiner, wie das Szenario aussehen wird, sobald der Katamaran nicht mehr fahren kann und die Hammerodde dann plötzlich als Reservefähre eingesetzt werden muss. Denn die Fährgesellschaft hat die Pflicht, die Ystad-Route zu bedienen!

Mögliche Szenarien 
A: „Færgen“ befährt die Route nur mit der Hammerodde. Die deutschen Urlauber müssen möglichst früh ihre Überfahrt buchen und wer nicht mitkommt, muss mit dem Auto über Fehmarn und Kopenhagen nach Ystad in Südschweden und von dort aus mit dem Katamaran nach Bornholm. Ein weiterer Weg führt über Køge (bei Kopenhagen)  mit dem Schiff nach Bornholm oder alternativ mit dem Schiff von Travemünde nach Trelleborg und weiter mit dem Auto nach Ystad und von dort aus auf die Insel.

B: „Færgen“ stellt die Strecke ein, da die Route mit 41% weniger Umsatz zu den Jahren zuvor sich nicht mehr als lukrativ erweist. Dann führen nur noch die alternativen Wege mit dem Auto nach Bornholm (siehe Punkt A).

C: „Færgen“ geht einen neuen Weg und erweitert auf eigene Kosten die Kapazität mit dem Einsatz einer neuen, größeren Fähre, die doppelt so viele Passagiere transportieren kann. Oder sie lassen die Povl Anker nur auf der Sassnitz-Route ohne Zuschüsse zusätzlich fahren, was sich dann aber rundum rechnen muss und der Direktor hat sich in den Medien schon dagegen ausgesprochen.

D: Eine neue Fährgesellschaft übernimmt die Route, z.B. Scandlines, und baut eine neue, u.U. ausgeweitete Route auf.

Hammerodde

Daran wird derzeit gearbeitet
ALLE stehen derzeit gegen den Verkehrsvertrag auf! Die Touristiker haben sich in dieser Lage zusammengeschlossen (obwohl sich da auch so manche Konkurrenten gegenüberstehen) und richten Briefe und Mitteilungen an die Öffentlichkeit und an das Wirtschafts- und Verkehrsministerium. Allen ist klar, dass bei der derzeitig verabschiedeten Vereinbarung „geschlafen“ wurde und alle sind fassungslos.

Heute richtete die Bürgermeisterin Winni Grøsbøll einen Brief an gleich drei Minister, in dem sie deutlich Stellung bezieht und dazu aufruft, den Verkehrsvertrag zu ändern.
Die Destination Bornholm arbeitet zusammen mit anderen touristischen Aktören daran, den Passus über die Reserve-Kapazität der Fähre von 400 Personen auf 1200 zu erhöhen. Das heißt konkret, dass man die Vertragsverhandlungen erneut aufnehmen will (was durchaus sehr schwer werden wird) und dabei erreichen will, dass nur eine Fähre bezuschusst wird, die Platz für mindestens 1200 Passagiere hat. Wenn dies gelingt, müsste die Hammerodde (das wäre ja die nach jetzigem Vertragsstand zukünftige Reservefähre) durch ein größeres Schiff ersetzt werden. Dieses größere Schiff könnte dann sowohl die Sassnitz-Route mit genügend Passagieren bedienen als auch die Køge-Route fahren. Diese Diskussion läuft völlig unabhängig von der Fährgesellschaft, denn im Prinzip könnte jede Reederei den Fährverkehr übernehmen.

Fazit
Leute, es ist noch nichts verloren! Alle arbeiten an einer Lösung! Die Hoffnung stirbt zuletzt! Ihr solltet unbedingt die Petition unterschreiben, aber steckt nicht den Kopf in den Sand! Wir alle lieben Bornholm und alle Bornholmer wollen die Deutschen weiterhin als gern gesehene Gäste haben. Und gerne mit Zuwachs statt Niedergang. Ich werde den Prozess im Auge haben und Euch berichten. Und wir sollten uns überlegen, wie die deutschen Urlauber ein Zeichen setzen können, damit gesehen wird, wie wichtig der Erhalt  – und möglichst noch die Ausweitung – der Sassnitz-Route ist!

Und nochmal zuletzt: In 2015 und 2016 bleibt alles wie gehabt, die Änderung tritt erst ab 2017 ein, in welche Form dann auch immer.

NACHTRAG vom 14.01.2015
Mittlerweile liegt mir folgendes Statement der Direktorin der Destination Bornholm, Pernille Lydolph,  vor, das leider das schlimmste Szenario, nämlich die drohende Schllessung der Deutschland-Route, bestätigt:

„Es wird vermutlich keine Sassnitz-Rønne Verbindung mehr geben, auch nicht nur mit dem Schiff Hammerodde, wenn der Verkehrsvertrag so bestehen bleibt. Schlichtweg, da es nicht möglich ist, mit einer Fährkapazität von 400 Passagieren eine rentable Rute zu betreiben. Derzeit hat niemand definitiv beschlossen, die Route einzustellen, aber aufgrund der Auswirkungen des neuen Verkehrsvertrages ist die Wahrscheinlichkeit einer Niederlegung der Deutschland-Route sehr groß“

Alles Liebe ♥

Steffi