Rügen meets Bornholm: Nachspann… Eine Liebeserklärung von „Fräulein Pe“ ♥

Heute erreichte mich eine Mail von Kerstin, Fräulein Pe, auch „Hinguckerin“ vom Beruf 🙂
Wir hatten drei tolle Tage zusammen und zum Glück habe ich da jemanden so sehr „infiziert“, dass bald ein Wiedersehen ansteht…
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„Liebe Steffi,

es ist mittlerweile 24h her, dass ich eine wunderbare Insel verlassen durfte mit dem Beigeschmack: schönste Flugstrecke. Denn der Weg Rønne – Kopenhagen über die große Ostsee hinweg ist optisch doch ein tolles Highlight.
Danke. Und diesen Dank nicht nur dir, sondern auch den Bornholmern. Dafür, dass sie mit ihrer Art eine Insel beleben, die so mannigfaltig ist, wie es selten zu finden ist auf so kurzer Distanz.
Und die Bornholmer, die ich während meines kurzen Aufenthaltes treffen konnte, zeichneten sich durch Höflichkeit und Freundlichkeit aus und immer mehr Deutschkenntnisse als ich in Dänisch vorzuweisen habe. Ich schaffe gerade mal das singende „hej hej“ , ein nickendes „tak“ oder aber auch ein „tak for mad“ zum Ausdruck zu bringen. „Velbekomme“.
Ich gebe es zu: wann immer ich dich gefragt habe, wie man den die Wörter ausspricht – es klang aus deinem Munde komplett anders als aus meinem Hirn. Die dänische Sprache ist einfach nicht vergleichbar oder adaptierbar.

Ich habe die Insel unter Idealbedingungen kennengelernt und muss neidvoll anerkennen: Bornholm hat viel weißere Strände als Rügen. Und noch viel mehr Kiefern und Treibholz und der Sand ist viel feiner. Sogar der Himmel schien blauer in diesen Tagen und die unterschiedlichen Lichtsituationen lassen nicht nur Fotografenherzen hoch und höher schlagen.

Es sind bestimmt nicht die geringeren erlaubten Stundenkilometer auf der Straße, die einen schneller ankommen lassen. Es ist die Weite der Natur, die niedrige Bauweise der Häuser und das Gefühl im Winter allein unterwegs zu sein. Das sollte man aber auch Jedem, der spontan ruft: „ Ich möchte auswandern“ mit auf den Weg geben – Bornholm hält seinen wohlverdienten Winterschlaf. Der für mich gewohnte Umgang mit ständig geöffneten Cafes oder Restaurants – den gibt es hier nicht. Es gibt aber im Gegenzug auch keine Hektik. Man lässt sich gefühlt treiben. Die Entfernungen sind,wie sie sind und dem jetzigen Tag kommt immer wieder ein neuer Tag hinzu. Und egal wohin du läufst – alle Wege führen ans Meer.

Spannend war es zu sehen und vor allem zu erleben, wie sich die Insel ändert. Der Süden verführerisch und weich mit vollen Wäldern und strahlenden Stränden. Und je weiter man in den Norden fährt, umso felsiger werden die Buchten. Kleine und größere Klippen, kargere Vegetation, flechtenbesetzte Steine und mehr Sträucher als Bäume. Ich hatte das Gefühl, so etwas wie eine Zeitreise zu machen. Spätestens wenn man auf der Hammerburg oder schon auf dem vorgelagerten „Knust“ mit dem Leuchtturm am Hammerfyr ist, fühlt man sich in keltische Zeiten zurückversetzt. Hier gibt es Schafe und Kühe zwischen Bäumen, statt weitreichenden Weiden.

Das Auge bekommt auf dieser Insel an jeder Ecke sein wohlverdientes Futter. Egal ob im Großen oder Kleinen. Wer liebevolle Architektur mag – findet schöne und einladende Häuser. Gespickt mit liebevollen Details.  Wer Design mag, kommt bei Bornholms zahlreichen Galerien nicht zu kurz – diese haben aber jetzt auch nicht ständig geöffnet. Wer Natur mag – sowieso. Dank des besonderen Klimas lassen sich hier sogar Feigenbäume finden. Und nicht zu vergessen: die selbstgebackenen Brote und Küchlein, die wirklich echt und Handwerkskunst schmecken.

Ich hatte das Glück einen sonnigen Tag, einen grauen Tag und auch einen stürmischen Tag zu erleben. Bornholm hat mal eben schnell gezeigt, wie lebendig es ist. Und in sich ruhend dabei.

So ruhend und so mannigfaltig und inspirierend, dass ich gar nicht umhin kam, mir gleich für den Mai in dem charmanten Haus „Bin am Meer“ eine Woche zu gönnen. Und ich bin schon jetzt aufgeregt und voller Vorfreude, wenn ich nur daran denke, wie die Vegetation dann explodiert sein wird. Ich werde eine ganze Woche in Ruhe unsere Stippvisiten wiederholen und ausdehnen und Bornholm noch ein Stück näher kommen.

Ich liebe Inseln. Ob es daran liegt, dass ich selbst auf einer groß geworden bin? Dass man schneller das Gefühl von Ankommen erlangt? Ich weiß es nicht – aber Inseln machen einfach Spaß. Und glücklich – wenn man die Andersartigkeit gegenüber Städten zu schätzen weiß und bereit ist, sie mit eigenen Augen zu entdecken. Wieder und immer wieder. Bornholm mit seiner Einzigartigkeit trägt enorm dazu bei, dieses Gefühl zu verstärken.

Liebe Steffi, liebes Bornholm – ich freu mich auf euch. Danke für den leichten Einstieg.

Vi ses – Bis bald.
Deine Kerstin“

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